Nach 42 Jahren: Silvia Müller übergibt Verantwortung für Vereinsfinanzen in andere Hände
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- Veröffentlicht: Sonntag, 08. März 2026 15:13
- Geschrieben von Axel
Der Dank der anwesenden Mitglieder des Radfahrervereins Ober-Mörlen galt auf der diesjährigen Mitgliederversammlung vor allem einer Person: 42 Jahre lang hatte Silvia Müller die Verantwortung als Schatzmeisterin des Vereins getragen - nun übergab sie diesen Posten an einen Nachfolger. Ein daumendickes Buch gibt mit sauber eingetragener Schrift Auskunft über die jährliche Entwicklung der Ein- und Ausgaben in den zurückliegenden Jahrzehnten. Daneben liegt ein dicker Ordner mit all den Rechnungen und Buchungssätzen, die im abgelaufenen Jahr anfielen. Nie in den zurückliegenden Jahrzehnten fanden die jeweiligen Kassenprüfer irgendwelche Unregelmäßigkeiten, und nie geriet der Verein in die Nähe finanziell prekärer Verhältnisse. Silvia Müller gebührte deshalb zu Recht der lang anhaltende Applaus aller Anwesenden. Auch wenn die Verantwortung für die finanziellen Belange nun in anderen Händen liegt, bleibt Silvia Müller selbst dem Verein als Beisitzerin im Vorstand erhalten. Wiedergewählt wurden sowohl der Vorsitzende Bernd Luckas als auch sein Stellvertreter Max Sammet.

Bernd Luckas und Max Sammet danken Silvia Müller für 42 Jahre verantwortungsvolle Tätigkeit als Schatzmeisterin - im Hintergrund auf dem Foto ist die Geehrte als 9-jähriges Mädchen auf dem Fahrrad zu sehen
Der Verein kann sich über eine positive Bilanz für das zurückliegende Jahr freuen: Bei der Siegerehrung des Radsportbezirks Wetterau-Taunus vor einigen Wochen konnte der Verein zwei erste und einen zweiten Platz für sich verbuchen: Die Rennradfahrer legten auf ihren Touren offiziell mehr als 29.000 Kilometer zurück und belegten damit im Bezirk den ersten Platz. Das gleiche gelang den Mountainbikefahrern mit etwas mehr als 13.000 Kilometern. Die Radwanderer kamen auf 6.700 Kilometer und konnten sich damit über den Titel eines Vize-Bezirksmeisters freuen. Aber auch einzelne Sportlerinnen und Sportler konnten sich über Ehrungen freuen: Hervorzuheben sind Julia Fedler und Rosi Haub-Depel, die sowohl mit dem Rennrad als auch mit dem Mountainbike jeweils in ihrer Altersklasse erste Plätze belegten. Bei den Mountainbikern kam Klaus Bornträger in seiner Altersklasse auf einen sehr schönen zweiten Platz.

Aber auch jenseits des Sportlichen gab es Erfreuliches zu vermelden: Im vergangenen Jahr stach besonders des Digitalisierungsprojekt hervor, das dank einer Förderung des hessischen Digitalministeriums - die Ministerin kam selbst zur Übergabe des Schecks nach Ober-Mörlen - nun etwa hybride Vorstandssitzungen ermöglicht. Neu gestaltet wurde der Fahrradflohmarkt, das Vereinshaus in Ober-Mörlen kann jetzt auf eine eigene Adresse verweisen, und die Neugestaltung der Homepage steht kurz vor dem Abschluss. Im laufenden Jahr wollen sich die Vereinsmitglieder erneut an zahlreichen Veranstaltungen in der Region beteiligen und mit der Country-Touren-Fahrt im April und der Rennradveranstaltung Ende August selbst zum vielseitigen Angebot für Radsportfreunde in der Wetterau beitragen. Ende März findet der traditionelle Fahrradflohmarkt zum zweiten Mal in der Usatal-Halle statt, und die Jedermänner und -frauen freuen sich auf frühlingshaftes Wetter, wenn sie ihre wöchentlichen Ausfahrten jeweils am Donnerstag wieder starten können. Im Mai soll es einen Vereinsausflug für ein Wochenende in die Pfalz geben.
Der RV Ober-Mörlen freut sich, viele aktive Fahrerinnen und Fahrer in seinen Reihen zu haben. Entscheidend und wichtiger als die Kilometerzahl ist das gemeinsame Fahren und der Spaß an der Sache. Interessenten, die sich ebenfalls gemeinsam mit anderen an frischer Luft bewegen möchten, sind jederzeit willkommen – ob mit dem Rennrad, dem Mountainbike, einem Jedermann-Fahrrad oder einem E-Bike.